Anne Will – von Buletten, Pfandbons, unmenschlichen Chefs und dem Kapitalismus

12 10 2009

Auch wenn ich die nervigen und nichtssagenden Pseudo-Polit-Sendungen eigentlich eher meide, habe ich gestern Abend mal in Anne Will reingeschaut. Und dann war es auch so schlecht wie erwartet, aber – wieder Erwarten – dann doch so interessant, dass ich dem Ganzen hier einen kurzen Beitrag widmen will. Ich will hier allerdings nicht den Inhalt der Sendung zusammenfassen (anzusehen ist sie hier), sondern nur auf einige Dinge eingehen, die mir besonders auffielen.

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Marx’s General

21 08 2009

Ultimately, however, Mr. Hunt largely exonerates him. “In no intelligible sense can Engels or Marx bear culpability for the crimes of historical actors carried out generations later,” he writes, “even if the policies were offered up in their honor.” Engels was skeptical of top-down revolutions, Mr. Hunt notes, and later in life advocated a peaceful, democratic road to socialism. He connects Engels the man to Engels the thinker. “This great lover of the good life, passionate advocate of individuality, and enthusiastic believer in literature, culture, art and music as an open forum could never have acceded to the Soviet Communism of the 20th century, all the Stalinist claims of his paternity notwithstanding,” he writes. Engels almost certainly was, in other words, the kind of man Stalin would have had shot.

http://www.nytimes.com/2009/08/19/books/19garner.html?pagewanted=2&ref=books





Lenin

26 07 2009

Ein kleiner Mann, wie aus Wachs, in einem ungetragenen Anzug.
Unwirklich wie ein Pharao.
Nicht stehenbleiben.
Die Sache hätte klappen können:
Mit Terror zu enden allen Terror.
Mit Ausbeutung zu beenden die Ausbeutung.
Mit einem Imperium zu besiegen den Imperialismus.
Schlaft schneller Genossen!
Nicht stehenbleiben!

Die Goldenen Zitronen – Lenin





Presseschau: Kapitalismuskritik und Hirnlosigkeit

3 07 2009

Nach einigen Tagen Ruhe auf diesem Blog, habe ich endlich mal wieder Zeit zum Zeitunglesen gefnden und auch gleich zwei verbreitungsfähige Artikel gefunden, die ich hier in Ausschnitten präsentieren will.

Zum ersten findet Ivo Bozic in der aktuellen jungle world die richtigen Worte zur verkürzten Gentrification-Kritik und zum Ressentiment gegen „Bonzen“ und „Yuppies“, zum zweiten findet sich im Feuilleton der Süddeutschen eine interessante Einschätzung zum Kapitalismus. Den Rest des Beitrags lesen »





„Pack die Nazifahne weg!“

7 06 2009

Auf den Aufruf der Antifa Essen hin bewegte ich mich am gestrigen Samstag zur Bündnisdemo gegen den Naziladen „Oseberg“ in Essen (dort auch Bilder).

Los ging das Ganze dann mit einiger verbaler Rangelei mit der Staatsmacht, die sowohl  die ursprüngliche Demoroute als auch Seitentransparente verboten hatte. Nachdem es einige Zeit lang nicht gelungen war die Transpis doch durchzusetzen, kam mensch dann endlich zu der Einsicht, es doch einfach zu lassen… Schon hier wurde die krass heterogene Zusammensetzung der Demo deutlich. Den Rest des Beitrags lesen »





Monopoly turned into communism

5 05 2009




Volkszorn bei Plasberg

23 04 2009

Gestern abend nochmal kurz bei Plasbergs „Hart aber Fair“ reingeschaut. Das Thema war „Armutsrisiko Reichtum:Die Gutverdiener als Wahlkampf-Opfer?“ und es ging um Reichensteuer, Börsenumsatzsteuer etc.

Wie wohl zu erwarten war, erfreute sich die regressive Kapitalismuskritik bei den Anwesenden großer Beliebtheit. Da wurde fleissig gegen das „Spekulantentum“ gehetzt während auf der anderen Seite die bodenständigen, geerbten Firmen in Familienbesitz gelobt und als wichtig erachtet wurden.  Schaffendes und raffendes Kapital also – Kapitalismuskritik à la Nationalsozialismus.

Die deutsche Art der Krisenlösung?





„Apokalypse als Chance“ – Krisenlösung?

12 04 2009

Bahamas Nr. 57 lesen! Warum? Unter anderem deswegen:

Jürgen Elsässer, der seit Jahren offen eine protektionistische Politik fordert, ist jedenfalls kein Extremist, der ausschert, sondern ein Mann mit gutem Riecher für die dringendste Sehnsucht der Gesellschaft. Das bedeutet allerdings nicht, dass Elsässer tatsächlich der große Führer der Massen wird, der er gerne wäre. Er ist ein Anheizer, der Wege aufzeigt, die sich die Mehrheit noch nicht zu betreten wagt, die aber schneller gangbar werden könnten als gedacht.

[...]Wer heute die Massen organisieren will, der versucht potentielle Amokläufer aus ihrer Passivität zu reißen und sie zur Tat zu ermuntern. Im Gegensatz dazu wäre beißende und rücksichtslose Ideogiekritik das Gebot der Stunde.

[...]Doch es kann nicht darum gehen, Dietmar Dath zu dämonisieren, sondern es wäre die Aufgabe kommunistischer Gesellschaftskritik, z.B. in einem literarischen Werk [...] eine objektive Tendenz kapitalistischer Vergesellschaftung aufzuspüren und zu denunzieren, die darin besteht, die sturkturelle Überflüssigkeit des Menschen zur reellen Vernichtung zu eskalieren. Krisen sind Scheitelpunkte, an denen sich entscheidet, wie die Einheit des Ganzen, also letztlich die paradoxe Identität von Gebrauchswert udn Tauschwert in Gestalt des Geldes realisiert wird.

[aus:  Phillipp Lenhard.Apokalypse als Chance. Bahamas Nr 57, 2009]