Obama hat durchaus Recht mit dem, was er laut Spiegel sagt:
Die Reaktion aus den USA zu den Geschehnissen in Iran bleibt zurückhaltend. Präsident Barack Obama vermied es, in dem Konflikt Partei zu ergreifen. Für ihn sei der Unterschied zwischen Ahmadinedschad und Mussawi nicht so groß wie von vielen dargestellt, sagte er dem US-Sender CNBC. Unabhängig vom tatsächlichen Ausgang der Präsidentenwahl hätte man „in beiden Fällen mit einem Regime umgehen müssen, das den Vereinigten Staaten historisch feindlich gesinnt gewesen wäre, das einige Probleme in seiner Nachbarschaft verursacht hat und das hinter Nuklearwaffen her ist“, sagte Obama.
Die USA hätten ein langfristiges Interesse daran, dass Iran keine Atomwaffen entwickelt und die Finanzierung von Organisationen wie der radikal-islamischen Hamas und der Hisbollah einstellt, sagte Obama. „Und das hätte für jeden gegolten, wer immer auch als Sieger aus der Wahl hervorgegangen wäre.“
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,630878,00.html
Im Grunde wird ja von den Demonstranten eben nicht das gefordert, was nötig wäre: Regime-Change. Moussavi ist ja ebenso ein vom Wächterrat bestimmter Kandidat, der an den Grundfesten des Gottesstaates sicherlich auch nicht sonderlich stark rütteln würde – wahrscheinlich nichtmal könnte. Und wirklich kritisch-emanzipatorisches Handeln ist von solch großen Massen, wie sie in Teheran unterwegs sind, auch wohl eher nicht zu erwarten…
Jedoch besteht bei mir immer noch die geringe Hoffnung, dass das Regime durch die Proteste zumindest stark geschwächt wird. Zumindest sollte mensch abwarten, zu was das Ganze noch führen wird.