Nach einem kurzen Eintrag zu Lost and Sound jetzt hier die genauere Rezension des Buches von Tobias Rapp. Den Rest des Beitrags lesen »
Von A wie Ableton bis Z wie Zwischennutzung
28 02 2009Kommentare : 2 Kommentare »
Schlagworte: berlin, club, house, kommune, lost and sound, rezension, techno, tobias rapp
Kategorien : Kultur, Literatur
Lost and Sound, schonmal kurz
24 02 2009„Mit ein wenig Willen zur Idealisierung könnte man sagen: Die House- und Technoszene von Berlin hat die guten Seiten einer Independent-Kultur – ökonomische Unabhängigkeit, künstlerische Integrität, Kompromisslosigkeit – bewahrt und die schlechten, also verkürzte Kapitalismuskritik, Idealisierung der Selbstausbetung und Unprofessionalität einfach weggelassen. Unabhängig sein, ohne Indie zu sein. Der popkulturelle Idealzustand und das genaue Gegenteil jener Rock- und Popmusik, die heute Indie genannt wird und sich zwar meist so anhört, aber nur selten unahängig ist.“ (S. 12f)
Solche und noch mehr tolle Stellen finden sich in Tobias Rapps „Lost and Sound“. Gerade das erste Viertel gelesen und wahrlich zufrieden.
Genaue Rezension folgt, wenn ichs durchhab.
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Schlagworte: berlin, house, indie, lost and sound, techno, tobias rapp
Kategorien : Kultur, Literatur
Deutsche Jugend – Vol. 2
15 11 2008Doch bevor ich die Verwüstung heute nachmittag nicht mit eigenen Augen gesehen hatte, wollte ich es nicht glauben. Es sah aus wie nach einem anti-intellektuellen Pogrom. Und traurig hörte ich stundenlang die Meldungen auf Inforadio Berlin, „tausend Demonstranten einer Demonstration gegen die Bildungsmisere randalierten heute in der Humboldt-Universität und zerstörten dabei eine Ausstellung zum Gedenken an vertriebene und ermordete jüdische Unternehmer“. Ich wiederhole mich, es soll reichen und allen Anlaß zum Nachdenken über den Begriff „Mob“ geben. ICh weiß nicht, was ich noch sagen soll. (http://de.indymedia.org/2008/11/232468.shtml, Vervorhebung von mir)
Die Meinungen der Berichterstatter teilen sich weiterhin, ob die Ausstellung nun im Vorbeigehen „aus Versehen“ beschädigt wurde, oder ob sie gezielt zerstört wurde. Gegen letzteres spricht aber deutlich, dass wohl eine große Menge von Zetteln zerrissen und heruntergerissen wurde – das passiert wohl kaum beim einfachen Vorbeigehen. Und ob den Zerstörern bewusst war, was sie da zerstörten? Einerseits wurde von anwesenden Uni-MItarbeitern auf die Thematik der Ausstellung hingewiesen, andererseits sei sie auch, ohne des Lesens kundig zu sein, aufgrund eindeutiger Bilder einzuordnen gewesen.
Denkwürdig weiterhin das Zerstören oder „Herumschmeißen“ von Abbildern von Bildungseliten, welches auf indymedia sogar noch gerechtfertigt wird. „Anti-Intellektuelles Progrom“, trifft es also schon ganz gut. Dazu passt auch das Herauswerfen von Büchern. Sieht so eine Forderung nach mehr Bildung aus?
Und zu guter Letzt bleibt erneut die Frage, was nochmal haben die Manager damit zu tun? Achja, sie sind schließlich mit ihrer Raffgier an den Übeln des Kapitalismus schuld.
Wieder einmal also alles vequickt: Anti-Intellektuelles Gebahren, Antisemitismus und personifizierte „Kapitalismuskritik“. Sie bringen zusammen, was zusammen gehört.
Auch andere äußern sich nun zur Thematik:
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Wenn die deutsche Jugend auf die Straße geht…
13 11 2008… dann ist es wohl scheinbar um den Verstand nicht so gut bestellt.
Während der Demonstration anlässlich des „bundesweiten“ Schülerstreiks (hier hatte man im Vorfeld nichts davon gehört, konnte sich somit nicht beteiligen) drangen mehere hundert SchülerInnen in die Humboldt-Universität ein, zerstörten eine Austellung über enteignete, jüdische Firmen, rissen Feuerlöscher aus der Wand und demolierten das Gebäude.
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